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Klub-Nachrichten 02 / 2018

 

Liebe Filmfreunde,

 

neulich übertrug das Fernsehen live die Rückkehr der Kicker von Eintracht Frankfurt nach ihrem gewonnenen DFB-Pokal. Ihre Fahrt vom Flughafen hinein in die Innenstadt säumten tausende von begeisterten Fans. Gefühlt jeder dritte von ihnen reckte immer wieder sein Smartphone in die Höhe um dieses Ereignis in allen Facetten  für sich festzuhalten. Sie produzierten sicher meist Videoaufnahmen, die mittlerweile in großer Zahl auf deren Seiten in den diversen sozialen Netzwerken gelandet sein könnten. Während der Aufnahmen querten immer wieder deutlich erkennbare Personen die Szenerie und wurden, sicher nicht absichtlich, auf tausenden von Mitschnitten verewigt. Nach der Rechtslage der mittlerweile EU-weit in Kraft getretenen DSGVO haben die Urheber der Bilddateien Personen im öffentlichen Raum ohne deren ausdrückliche Einwilligung digital abgebildet. Ab sofort warten speziell auf diese Tatbestände angesetzte Juristen darauf, die Ergebnisse dieser 'Datenerhebungen' im Internet aufzutreiben und den Urhebern mit empfindlichen Strafen zu drohen. Somit haben auch wir als Amateurfilmer ab sofort ein gravierendes Problem. Wollen wir in Zukunft z.B.die belebte Einkaufsstraße einer Großstadt filmisch dokumentieren, werden uns auch dann immer wieder Personen begegnen, die so nahe kommen, dass sie nicht mehr als 'Beiwerk' anzusehen sind, sondern auf einmal die Szene dominieren. Und weil die DSGVO uneingeschränkt gilt und wir unsere Filmaufnahmen unter Umständen später öffentlich machen werden, müssen wir uns vor jedem Druck auf die Starttaste unserer Kamera fragen, ob das Motiv im Sucher bei einer möglichen öffentlichen Aufführung wohl datenschutzrechtliche Probleme erzeugen könnte. Als Konsequenz ist es meiner Meinung nach dringend erforderlich, dass wir seitens des BDFA Leitlinien an die Hand bekommen, die uns auch weiterhin in die Lage versetzen, mit viel Freude und nur den wirklich notwendigen und uns selbstverständlichen Vorbehalten kreativ zu arbeiten. Eigentlich so, wie wir das bis dato immer getan haben. Und hier sind wir nun beim eigentlichen Thema, dem Bericht über die Höhen und Tiefen unseres Klublebens im ersten Halbjahr 2018.

 

Den Anfang machte die Jahreshauptversammlung am 19. Februar. In dessen Verlauf wurde der bestehende Vorstand in seinen jeweiligen Ämtern bestätigt. Die Details sind dem Protokoll zu entnehmen.

 

Auf dem  Landesfilmfestival  am 03. und 04. März in Düsseldorf waren wir abermals mit  zwei Beiträgen am Start. Zum Einen war das die Doku 'Meine Tante Elisabeth' von Horst Groth und zum  Anderen der Spielfilm  'Participate' von Peter Maurer. Beide Filme erhielten einen 3. Preis und wurden zu den jeweiligen Bundesfilmfestivals weitergemeldet. Das war für uns sensationell, denn bereits beim Herbstfestival in Düsseldorf waren die Klavierbauer-Doku 'Saitenwechsel' von Friedhelm Czickus sowie Horst Groth's Gastarbeiter-Epos 'Man nennt mich auch Pino' zur Teilnahme am Bundesfestival nominiert worden. Betrübt waren die Autoren nicht, jedoch machte sich doch ein wenig Enttäuschung breit, als die Filme im April allesamt „nur“ mit Teilnehmerurkunden bedacht wurden. Am Ende überwiegte jedoch Stolz und Genugtuung, zumindest wieder einmal bundesweit mitgemischt zu haben.

 

Kein Wunder, dass drei der neuerlich prämierten Filme auch auf dem Programm unseres Besuchs beim SFW Wuppertal am 05. April standen. Wie immer, fanden die gezeigten Beiträge bei den Wichlinghauser Filmfreunden reges Interesse und nach jedem Beitrag entspannten sich im Klublokal 'Kuckuck' interessante Diskussionen. Ich sage nochmals Danke für einen kurzweiligen Abend und auf ein baldiges Wiedersehen.

 

Ein weiterer Höhepunkt war unser diesjähriger Klubausflug. Er führte uns am Freitag, dem 04. Mai nach Essen. Während einer etwa 90-minütigen Führung durch die Villa Hügel erfuhren wir in eindrucksvoller Weise und anhand von zahlreichen Exponaten viele Einzelheiten aus dem Leben und Wirken der Krupp'schen Stahldynastie. Nach dem Mittagessen auf der Terrasse der 'Tiroler Stuben' konnten wir noch eine wunderschöne Schifffahrt auf dem benachbarten Baldeneysee genießen. Unser aller Resümee: Ein Klubausflug, der in der Hitparade derer über die Jahre sicher einen Platz ganz oben einnehmen wird. Einen ganz herzlichen Dank dafür an Wolfgang Rummel für die gelungene Organisation und nicht zuletzt an den Herrn Petrus für das allerbeste Wetter.

 

Mindestens 6 Wochen zuvor hatten die Vorbereitungen begonnen und zum Ende Mai stand die Ankündigung im Gemeindebrief. Am 08.Juni war es dann soweit. Zum 3. Mal startete in der Elberfelder Thomaskirche unser diesjähriges 'Kirchenkino'. Nach der Begrüßung der etwa 50 Gäste durch Förderkreis und Klub liefen 6 unserer ausgewählten Kurzfilme. Wie immer, gab es jeweils in den Vorführpausen einen Gang eines köstlichen Menüs, das in der Gänze wieder sehr begeisterte. Am Ende war es wieder einmal gelungen, die Veranstaltung zu einem 'Fest der Sinne' werden zu lassen. Mit dem guten Gefühl für Förderkreis und Klub, unseren Gästen gleichsam einen Schmaus für Auge und Gaumen geboten zu haben, schloss die Veranstaltung gegen 21.00 Uhr mit dem allgemeinen Wunsch, das 'kulinarische' Kirchenkino im nächsten Jahr wiederholen zu wollen.  

 

Wie gewohnt, bildete der erste interne Klubwettbewerb des Jahres den Höhepunkt des ersten Klubhalbjahres. Mit einer Gesamtlaufzeit von ganzen 13 Minuten waren 4 Filme zum MusikVideo-Wettbewerb am 18.Juni gemeldet worden. Nach der Auszählung der Stimmen gab es einen deutlichen Sieg für Horst Groth.  Mit seinem Film 'Takt der Arbeit am Krenzer Hammer' hatte er   den  Auftritt einer Grundschulklasse mit Musik und Tanz hervorragend in Szene gesetzt, sodass er erhobenen Hauptes den 'Clown' entgegennehmen konnte. Um so erfreulicher ist die Tatsache, dass Horst zum ersten Mal überhaupt an einem Klubwettbewerb teilgenommen hat und das sogleich mit Erfolg. Wir freuen uns deshalb schon auf seine eventuellen Beiträge, wenn wir demnächst um den Dr. Lips–Pokal und die 'Dröppelmina' ringen werden.

 

Liebe Filmfreunde, wir waren in diesem Frühjahr mit 4 Filmen bei den diversen Bundes-Filmfestivals vertreten. Ein Erfolg, von dem die Autoren und der Klub noch lange zehren können. Deshalb ist es durchaus legitim, jetzt einmal tief durchzuatmen um danach trotz DSGVO und schwierigeren Wettbewerbsbedingungen wieder mit guten Filmen aufwarten und punkten zu können. Dies soll der Auftrag an unsere Autoren sein, denn nur mit ihnen und ihrer Kreativität werden wir auch zukünftig erfolgreich sein können. In diesem Sinne wünsche ich uns allzeit gut' Licht und ein weiterhin geselliges und schöpferisches Beisammensein in der Dachkammer.

 

Eure 'Spitze Feder' (Friedhelm Czickus)

 

 

Wuppertaler Film- und Video-Klub e.V.
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